Albanische Sprache

Die Albanische Sprache (Eigenbezeichnung Gjuha Shqipe /ˈɟuha ˈʃcipɛ/) bildet einen eigenständigen Zweig innerhalb der indogermanischen bzw. indoeuropäischen Sprachfamilie.

Es existieren zwei große Dialektgruppen: im Norden die Gegische und im Süden die Toskische Varietät, die sich weiter in zum Teil sehr unterschiedliche lokale Dialekte untergliedern (siehe dazu weiter unten Abschnitt Dialekte). Die heutige moderne Schriftsprache wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts auf der Grundlage toskischer Dialekte entwickelt. 1972 kam dieser Prozess auf einem Kongress in Tirana zum Abschluss. Seit einigen Jahren mehren sich die Stimmen insbesondere aus dem Kosovo, verstärkt gegische Varianten in der Sprachpolitik zu berücksichtigen.

Der Wortschatz enthält überaus viele Lehnwörter aus dem Lateinischen, einige aus dem Altgriechischen; später kamen Entlehnungen aus dem Bulgarischen, Italienischen, Französischen und dem Türkischen hinzu.

Inhaltsverzeichnis

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Sprachraum [Bearbeiten]

Albanisches Sprachgebiet in Südosteuropa und Süditalien

Das geschlossene albanische Sprachgebiet auf dem Balkan umfasst Albanien, Kosovo, den nordwestlichen Teil Mazedoniens, sowie zahlreiche Ortschaften und Städte in Montenegro und Serbien. Alteingesessene albanischsprachige Minderheiten leben in Süditalien und auf Sizilien (s. Arbëresh) und in Griechenland (s. Arvaniten und Çamen).

Insgesamt sprechen über 6,7 Mio. Menschen albanisch, davon ca. 3,1 Mio. in Albanien allein, ca. 2,6 Mio. in den übrigen Balkanländern sowie mehr als eine Million Emigranten auf der Welt.

Geschichte [Bearbeiten]

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Etwaige Migrationsbewegungen von albanischen Bevölkerungsgruppen Richtung Süden (zu Beginn des 14. Jahrhunderts)

Von Albanern als Bevölkerungsgruppe und Sprechern dieser Sprache berichten erstmals byzantinische Schriftsteller im 11. Jahrhundert, wie Anna Komnena. Obwohl in keiner einheitlichen Schriftform fetsgehalten man begegnete die albanische Sprache vom Norden des heutigen Griechenlands bis zum Norden der kroatischen Küste.

Die ältesten schriftlichen Zeugnisse des Albanischen stammen aus dem 15. Jahrhundert. Von Pal Engjëlli, Erzbischof von Durrës, ist der erste albanische Satz überliefert worden. Es handelt sich um die Taufformel: Un'te paghesont' pr'emenit t'Atit e t'Birit e t'Spirit Senit (dt.: "Ich taufe Dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes"), die der Kleriker 1462 in einem Brief niedergeschrieben hat.

Der aus Köln stammende Jerusalem-Pilger Arnold von Harff, der auch Albanien durchquert hatte, überlieferte in seinem Reisebericht aus dem Jahr 1496 eine kurze albanisch-deutsche Wortliste. Das älteste albanischsprachige Buch, Meshari, wurde 1555 vom katholischen Kleriker Gjon Buzuku geschrieben.

Eine der ersten albanischen Zeitungen, Albania (Ausgabe von Oktober 1899)

Erst im 19. Jahrhundert entstand, abgesehen von einzelnen Vorläufern, eine Albanische Literatur. Nach 1870 wurden die ersten Zeitungen und Zeitschriften gegründet. Zu dieser Zeit wurde das Albanische je nach konfessioneller Zugehörigkeit entweder in lateinischer oder in griechischer Schrift, seltener auch mit arabischen Buchstaben geschrieben. Die Unterstützer der albanischen Nationalbewegung bemühten sich Ende des 19. Jahrhunderts um die Vereinheitlichung der Schreibweise. Der brauchbarste Vorschlag war das sogenannte "Stamboler Alphabet" (Stambol alb. für Istanbul) von Sami Frashëri, einem bedeutenden albanischen Gelehrten, der in der osmanischen Hauptstadt lebte.

Im November 1908 trafen sich albanische Intellektuelle aus allen Teilen des Landes zum Kongress von Monastir im heutigen mazedonischen Bitola. Auf dieser Versammlung wurde endgültig beschlossen, dass die albanische Sprache fortan ausschließlich in lateinischer Schrift geschrieben werden sollte. Als Ausgangsbasis dienten das Stamboler Alphabet und das in Shkodra gebräuchliche von Gjergj Fishta entwickelte "Bashkimi-Alphabet" (Bashkimi alb. für "die Vereinigung"). Man einigte sich außerdem auf eine streng phonetische Schreibweise mit nur zwei Sonderzeichen: Ç/ç und Ë/ë; dies waren die beiden Zeichen, die schon damals auf der französischen Schreibmaschinentastatur zu finden waren. Alle anderen Laute des Albanischen, die keine Entsprechung im lateinischen Alphabet haben, werden durch Buchstabenkombinationen ausgedrückt. Die Regelungen von 1908 sind bis heute gültig und man kann den Kongress von Monastir mit Recht als die Geburtsstunde der albanischen Orthografie bezeichnen, auch wenn es noch weitere 60 Jahre dauern sollte, bis man die Dialektformen aus dem Gegischen und Toskischen zu einer allgemeinen schriftsprachlichen Norm verschmolz.

In der jüngeren Forschungsliteratur wird die Hypothese einer Abstammung der albanischen Sprache von der illyrischen Sprache kontrovers diskutiert. Der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz ist der erste, der über die Natur und die Herkunft der albanischen Sprache zum Ergebnis kam, dass die albanische Sprache die Sprache der alten Illyrer ist. Weitere Sprachwissenschaftler wie Franz Bopp, Gustav Meyer (Vater der albanischen Etymologie), Hans Pedersen, Eqrem Çabej, Norbert Jokl, F. Miklosich, Gustav Weigand, C. Tagliavini, St. Man, Eric Hamp, A. Desnickaja, H. Ölberg, Haralambie Mihaescu, Wilfried Fiedler, O. Buchholtz, Martin Huld, G. B. Pellegrini haben weitere Beiträge zum Studieren der albanischen Sprache in Bezug auf die Herkunft und die Etymologie, Phonetik und Grammatik geliefert und die These der illyrischen Herkunft bekräftigt.

Die Ergebnisse sprachwissenschaftlicher Forschungen des 20. Jahrhunderts sprechen teilweise für und teilweise gegen diese Vermutung. Gemäß dem aktuellen Forschungsstand kann diese Hypothese nicht eindeutig bewiesen werden. [1]

Eine weitere mögliche Hypothese beschreibt eine genetische Abstammung aus den Balkanindogermanischen und damit eine engere Verwandtschaft mit dem Griechischen und Armenischen. Dabei ist anzumerken, dass die Balkanindogermanische-Theorie sich derzeit zwar vermehrt durchsetzt aber noch nicht absolut gesichert ist. Außerdem ist das Illyrische möglicherweise ebenfalls eine Balkanindogermanische Sprache, was aber aufgrund der derzeit geringen Datenlage kaum belegbar ist.

Alphabet [Bearbeiten]

Die albanische Sprache wird konsequent phonetisch geschrieben. Sie verwendet die Buchstaben A-a, B-b, C-c, Ç-ç, D-d, E-e, Ë-ë, F-f, G-g, H-h, I-i, J-j, K-k, L-l, M-m, N-n, O-o, P-p, Q-q, R-r, S-s, T-t, U-u, V-v, X-x, Y-y, Z-z. Weitere Laute werden durch die Digraphen Dh-dh, Gj-gj, Ll-ll, Nj-nj, Rr-rr, Sh-sh, Th-th, Xh-xh und Zh-zh wiedergegeben. Diese Digraphen gelten als untrennbare Einheiten und werden (solcherart in albanischen Wörterbüchern) wie eigene Buchstaben behandelt.

Zur Aussprache der einzelnen Buchstaben und Digraphen vgl. unten.

Phonetik und Phonologie [Bearbeiten]

Aussprache [Bearbeiten]

Buchstabe IPA Beschreibung
c [ʦ] Stimmloser alveolarer Plosiv und Stimmloser alveolarer Frikativ wie Z in dt. Zar
ç [ʧ] Stimmloser alveolarer Plosiv und Stimmloser postalveolarer Frikativ wie Tsch in dt. Tscheche
dh [ð] Stimmhafter dentaler Frikativ wie th in engl. this
ë [œ]/[ə] betont: wie ö in dt. möchte; unbetont: e wie in dt. Matte (Schwa),
am Wortende oft kaum hörbar.
gj [ɟ] Stimmhafter palataler Plosiv wie gy im Ungarischen; ähnlich wie dj in dt. Nadja
ll [ɫ] velarisierter Stimmhafter lateraler alveolarer Approximant wie л in russ. лaмпa/lampa oder l im Kölschen und Niederländischen
nj [ɲ] Stimmhafter palataler Nasal wie gn in ital. lasagne
q [c] Stimmloser palataler Plosiv palatales t, t + leichtes sch, etwas weniger stark als ç
entspricht isländ. Aussprache von kj in Reykjavík; ähnlich wie tj in dt. Matjes
alternative Aussprache: tj oder kj, weit hinten gesprochen (v. a. Mazedonien)
r [ɾ] Stimmhafter alveolarer Tap einschlägiges Zungenspitzen-r fast wie englisches r in "rain"
rr [r] Stimmhafter alveolarer Vibrant gerolltes Zungenspitzen-r wie im Bairischen
sh [ʃ] Stimmloser postalveolarer Frikativ wie Sch in dt. Schule
th [θ] Stimmloser dentaler Frikativ wie th in engl. think
x [ʣ] Stimmhafter alveolarer Plosiv und Stimmhafter alveolarer Frikativ stimmhaftes c, ähnlich wie ds in engl. brands
xh [ʤ] Stimmhafter alveolarer Plosiv und Stimmhafter postalveolarer Frikativ wie Dsch in dt. Dschungel
y [y] Gerundeter geschlossener Vorderzungenvokal wie ü wie in dt. grün
z [z] Stimmhafter alveolarer Frikativ stimmhaftes s, wie s in dt. Sonne
zh [ʒ] Stimmhafter postalveolarer Frikativ stimmhaftes sch, wie j in frz. journal

Phonologie [Bearbeiten]

Das Toskisch-Albanische (Süd-Albanien, Arvanitika (Griechenland), Arbëresh (Italien), Südwest-Mazedonien) hat 29 Konsonanten und 7 Vokalphoneme. Die Betonung liegt meist auf der vorletzten Silbe. Das Gegisch-Albanische (Nord-Albanien, Kosovo, Nordwest-Mazedonien, Südost-Montenegro, Süd-Serbien) besitzt darüber hinaus noch diese Konsonanten, Vokalphoneme und Nasalvokale, die im Toskischen fehlen: ɑ , ɒ , ɪ , ŋ , ɳ , ø , ɔ , ɹ , ʊ , ʏ

Konsonanten des Albanischen
  bilabial labio-
dental
dental alveolar velarisiert
alveolar
post-
alveolar
retroflex palatal velar glottal
Plosive p b     t d       c ɟ k ɡ  
Affrikaten       ʦ ʣ   ʧ ʤ        
Nasale m     n     ɳ¹ ɲ ŋ¹  
Flaps/Vibranten       ɾ r            
Frikative   f v θ ð s z   ʃ ʒ       h
Approximanten       ɹ¹       j    
Laterale       l ɫ          

¹ Diese Phoneme kommen nur im Gegisch-Albanischen vor.

Vokale des Albanischen
  vorne zentral hinten
geschlossen i y   u
mittel ɛ ə ɔ
offen   a  

Grammatik [Bearbeiten]

Die Grammatik des Albanischen weist in der Struktur Ähnlichkeiten mit dem Griechischen und Italienischen (Lateinischen) auf.

Nomina
Die albanische Sprache kennt zwei Geschlechter: Maskulinum und Femininum. Neutra finden sich nur noch als Relikte in der heutigen Sprache, welche jedoch in selbständiger Form anzutreffen sind.
Albanische Substantive haben immer zwei Grundformen:

bestimmt, Beispiel: java = die Woche, mit Artikelendung;
unbestimmt, Beispiel: (një) javë = (eine) Woche, ohne Artikelendung.
Dies entspricht ungefähr den deutschen Substantiven, die einen bestimmten oder unbestimmten Artikel bei sich führen. Die syntaktischen Funktionen sind aber nicht ganz deckungsgleich.

Im Gegensatz zum Deutschen gilt dies auch für (Eigen-)Namen: Bedeutung hat die Unterscheidung von bestimmter und unbestimmter Form somit für die Richtigkeit von Lexikoneinträgen albanischer Orte und Personen in Fremdsprachen. Bei Städten, die bestimmt auf -a enden („Tirana“), wird im Deutschen in Anlehnung an die italienische Praxis diese Form verwendet. Endet ein Name bestimmt auf -i („Durrësi“) wird die unbestimmte endungslose Form (in diesem Fall „Durrës“) bevorzugt. Siehe dazu auch Liste der Städte in Albanien. Auf albanischen Landkarten wird dagegen normalerweise durchgehend die unbestimmte Form verwendet (Tiranë).

Sehr formenreich und unregelmäßig ist die Pluralbildung der albanischen Substantive. Insgesamt existieren etwa 100 Klassen, nach denen die Mehrzahl gebildet wird. Einige umfassen nur sehr wenige Wörter, andere sind häufig vertreten.

Die Deklination umfasst wie im Lateinischen fünf Fälle. Der 6. Fall Vokativ wird nur in der Anrede gebraucht und ist dort optional. Außerdem unterscheidet er sich nicht vom Genitiv, weshalb der Vokativ in vielen Lehrbüchern nicht erwähnt wird. Die Deklination hängt ab vom Genus des Wortes, seiner Bestimmtheit und ob es in der Einzahl oder Mehrzahl steht. Die Flexion erfolgt sowohl über Wortendungen als auch mit Hilfe vorangestellter Artikel. Im Vergleich zur Pluralbildung sind die Deklinationen einfach und regelmäßig.

Pronomina
Die persönlichen Fürwörter im Albanischen lauten:
  • 1. Person Einzahl: unë = ich
  • 2. Person Einzahl: ti = du
  • 3. Person Einzahl: ai, ajo = er, sie
  • 1. Person Mehrzahl: ne = wir
  • 2. Person Mehrzahl: ju = ihr sowie Anrede-/Höflichkeitsform (deutsch: „Sie“)
  • 3. Person Mehrzahl: ata, ato = sie (männlich), sie (weiblich)
Adjektive
Die Adjektive stehen normalerweise hinter dem Substantiv, das sie näher beschreiben. Ein Großteil von ihnen hat einen vorangestellten Artikel i (männlich) oder e (weiblich). Beispiel: qyteti i madh = die große Stadt; motra e madhe = die große Schwester. Ein anderer Teil der Adjektive hat keinen Artikel. Beispiel: qyteti plak = die alte Stadt (da „plak“ mehr menschliches Alter bestimmen soll, wird im alltäglichen Sprachgebrauch in diesem Fall „qyteti i vjetër“ benutzt, wobei „vjetër“ meist nichtmenschliches wiedergibt).
Präpositionen, Adverb und Partikel
Präpositionen verlangen im Albanischen entweder den Ablativ oder den Akkusativ.
Satzbau
Eine Besonderheit, die das Albanische mit anderen Sprachen teilt, ist die so genannte Objekt-Verdopplung.

Dialekte [Bearbeiten]

Der mittelalbanische Fluss Shkumbin unterteilt den albanischen Sprachraum in eine nördliche (gegische) und in eine südliche (toskische) Zone. Auf beiden Seiten des Flusses existiert eine Übergangs-Zone, die ca. 15 bis 20 Kilometer groß ist. Die heutige albanische Standard-Sprache, die 1908 beim Kongress von Monastir vereinheitlicht wurde, beruht größtenteils auf die toskische Varietät. Doch es gibt auch einige gegische Elemente.

Unterschiede [Bearbeiten]

Die zwei Hauptdialekte besitzen phonetische, morphologische und auch lexikalische Unterschiede. Die phonetischen Unterschiede sind gering, so zum Beispiel das nasale â des Gegischen und das ë des Toskischen (nâna - nëna, die Mutter) oder auch das Gegische n mit dem Toskischen r (syni - syri, das Auge).

Die morphologischen Unterschiede sind umso zahlreicher, so hat das Gegische einen Infinitiv, der dem Toskischen fehlt.

Der Wortschatz ist bei den zwei Dialekten nicht immer gleich, zum Beispiel gegisch skile, toskisch dhelpër (Fuchs) oder gegisch katund, toskisch fshat (Dorf).

Geographische Unterteilung [Bearbeiten]

Karte der verschiedenen Dialekte und deren Gebiete in Südosteuropa und Süditalien
  • Gegisch-Toskische Übergangszone am Shkumbin (ca. 20 Kilometer breit)

Sprachbeispiel [Bearbeiten]

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 1:

Të gjithë njerëzit lindin të lirë dhe të barabartë në dinjitet dhe në të drejta. Ata kanë arsye dhe ndërgjegje dhe duhet të sillen ndaj njëri tjetrit me frymë vëllazërimi.
tə ɟiθ ɲɛɾəzit lindin tə liɾə ðɛ tə baɾabaɾt nə diɲitɛt ðɛ nə tə drɛjta. ata kanə aɾsyɛ ðɛ ndərɟɛɟɛ ðɛ duhɛt tə siɫɛn ndaj ɲəɾi tjɛtɾit mɛ frymə vəɫazərimi
Deutsch: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

Siehe auch [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

Sprachdenkmäler
  • Eqrem Çabej (Hrsg.): Meshari des Gjon Buzuku von 1555. Tirana 1968 (albanisches Messbuch)
  • Joachim Matzinger: Der altalbanische Text Mbsuame e Krështerë (Dottrina Cristiana) des Lekë Matrënga von 1592. Eine Einführung in die albanische Sprachwissenschaft. (= Jenaer indogermanische Textbearbeitung. 3). Dettelbach 2006. ISBN 3-89754-117-3
  • Armin Hetzer: Das dreisprachige Wörterverzeichnis von Theodoros Anastasiu Kavalliotis aus Moschopolis, gedruckt 1770 in Venedig, albanisch – deutsch – neugriechisch – aromunisch. Hamburg 1981
Sprachwissenschaft und Sprachgeschichte
  • Robert Elsie: Das albanische Lexikon des Evliya Çelebi (1662), und was ein Derwisch auf der Durchreise alles wissen muss. Aus: Südost-Forschungen. 57 (1998), S. 95–102 (PDF)
  • Johann Georg von Hahn: Albanesische Studien. 3 Bände. F. Mauko, Jena 1854 (Digitalisat), darin: Das albanesische Alphabet, Beiträge zu einer Grammatik des toskischen Dialektes, Albanesische Sprachproben, Beiträge zu einem albanesisch-deutschen Lexikon, Deutsch-albanesisches Verzeichnis der in dem albanesisch-deutschen Lexikon enthaltenen Wörter
  • Hans J. Holm: Albanische Basiswortlisten und die Stellung des Albanischen in den indogermanischen Sprachen. Zeitschrift für Balkanologie, 2009, Nr. 45-2:171-205.
  • Justin Rrota: Për historin e alfabetit shqyp dhe studime tjera gjuhesore. Shkodra 2005. (Nachdruck d. Ausgabe v. 1936)
  • Shaban Demiraj, Kristaq Prifti: Kongresi i Manastirit. Tirana 2004. ISBN 99943-614-5-7
  • Xhelal Ylli: Das slavische Lehngut im Albanischen. Teil 1: Lehnwörter, Teil 2: Ortsnamen. 2 Bände. München 1997 und 2000
Lehrbücher, Wörterbücher, Grammatiken
  • Oda Buchholz, Wilfried Fiedler, Gerda Uhlisch, Ardian Klosi: Handwörterbuch Albanisch, Langenscheidt, München 2000, ISBN 978-3-468-05395-5
  • Oda Buchholz, Wilfried Fiedler: Albanische Grammatik, Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1987, ISBN 978-3-324-00025-3
  • Armin Hetzer: Lehrbuch der vereinheitlichten albanischen Schriftsprache. Buske, Hamburg 2007, 6.Auflage, ISBN 978-3-87548-444-1
  • Christiane und Axel Jaenicke: Albanisch Wort für Wort, Kauderwelsch Band 65, Reise Know-How Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89416-255-9
  • Wolfgang Koeth, Saskia Drude: Kosovo-Albanisch Wort für Wort, Kauderwelsch Band 221, Edition Tirta, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89416-579-6
  • Pandeli Pani: Albanisch intensiv. Lehr- und Grammatikbuch mit einer CD der Texte und Dialoge im MP3-Format, Harrassowitz, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-447-05332-7
  • Basil Schader, Fadil Rexhepi: Die Wörterbrücke. Schulwörterbuch Deutsch-Albanisch, Albanisch-Deutsch, Übersichten – Ura e fjalëve. Fjalor shkollor Gjermanisht-Shqip, Shqip-Gjermanisht, Vështrimet, 6. Auflage, Zürich 2006, Lehrmittelverlag des Kantons Zürich, ISBN 978-3-906718-28-6
  • Gjovalin Shkurtaj, Enver Hysa: Gjuha shqipe për të huajt dhe shqiptarët jashtë atdheut, Botimet Toena, Tirana 2001, ISBN 99927-1-454-9
  • Emine Teichmann: Albanisch als Fremdsprache, Shqipja si gjuhe e huaj. ISBN 978-99947-721-8-6.

Weblinks [Bearbeiten]

Gjuha gjermane

Nga Wikipedia, Enciklopedia e Lirë

Gjuha gjermane ose gjermanishtja (origjinal Deutsch) i takon degës se gjuhëve perendimore gjermane. Ajo është gjuhe më e folur ne Unionin Evropian dhe renditet ndër gjuhët botërore.

Dialektet e gjermanishtes ndahen sipas ndryshimit të tingujve në dy kategori të ashtuquajtura dialektet e gjermanishtës së epërme dhe dialektet e gjermanishtës së poshtme. Këto janë reformuar në gjuhën letrare ose gjuhen standarde gjermane e cila bazohet në dialektet e gjermanishtës së Epërme.

 

Gjuha gjermane është pjesë e degës perëndimor të gjuhëve Gjermanike dhe flitet kryesisht në Gjermani, Austri, Zvicër gjermanisht, Lihtenshtajni, Luksemburgu, Belgjika lindore, Tiroli Jugor dhe pakicat në vende të tjera të Evropës Qendrore. Në mesin e varieteteve të gjuhës gjermane në njërën anë janë gjuha standarde gjermane që do të thotë ka dalë në bazë të dialektit të lartë gjermane, si dhe Lartë gjermanisht, gjermanisht standard të lartë, gjermanisht ose gjuhën letrare gjermane, një turmë e dialekte lokale, të cilat mund të ndahen në Lartë gjermanisht dhe gjermanisht e ulët dialekte dhe duhet të rishikohet nga Gjuha e albumit. Gjermane është gjuha amtare më e folur gjerësisht në Bashkimin Evropian dhe renditet ndër dhjetë gjuhët kryesore të botës

Gjuha zyrtare e Gjermanisë Deutschland Deutschland

Austri Österreich Österreich

 Zvicër Schweiz Schweiz

 Luksemburg Luxemburg Luxemburg

 Itali (Tiroli Jugor) Italien Italien (Südtirol)

 Belgjikë Belgien Belgien

 Lihtënshtajn Liechtenstein Liechtenstein
 

Bashkimi Evropian (zyrtare dhe gjuha e punës)
Poste të tjera zyrtare në: Namibi ( "gjuha kombëtare"; 1.984-90 edhe një gjuhë zyrtare) [1] 


Historia

Që nga koha e Jakob Grimit, për një kohë të gjatë gjuha gjermane studiohej nga këndvështrimi i historisë së gjuhëve indo-evropiane. Për një klasifikim të tillë kishte pikënisje të mjaftueshme. Më vonë, pas degëzimit të studimeve për gjuhët veç e veç, sipas një trungu, gjermanishtja paraqitej në një degë të gjuhës perëndimore të familjes gjermane, pranë anglishte së vjetër dhe frizishtes. Kjo degë ndahej me tej në gjermanishten veriore dhe atë lindore. Sot, kjo gjuha gjermane shihet më tepër si një zhvillim i përbashkët i mbetjeve të gjuhëve të popujve që kanë qenë të përqendruar në qendër të Evropës gjatë kohërave. Kështu, e folmja e frankëve në thelb i takon një dege tjetër brenda familjes gjermane, se b.f. e folmja bavariane-alemane, apo e folmja saksone. Po ashtu nuk ka elemente që të mund të pohohej se gjermanishtja është ndarë nga dega perëndimore e familjes së gjuhës gjermane. Vetë risia e shtytjeve të tingujve në Gjermanin e lartë dhe të ultë, nuk është për tu parë si ndarje por më tepër si pjesë e zhvillimit të gjuhës. Historia e gjuhës gjermane është histori e marrëdhënieve në mes të grupeve të mëdha të të folmeve si dhe edukimit përkatës në to për gjuhën e njehsuar dhe atë të shkruar.

Varësisht nga rrymat ideore dhe ato politike gjatë historisë, edhe sa i përket gjuhës, në sipërfaqe dalin rajonet në të cilat kanë vepruar ato rryma. Shpesh këto rryma janë krijuar dhe bartur nga misionarët. Moment interesant në historinë e gjuhës gjermane merret shkrimi i vitit 765 (Abrogans). Pas të cilit në shekullin VII, veçohet ndikimi me qendër në perëndim, d.m.th i sundimtarëve frankë të cilët si synim duket të kenë pasur njësimin e të folmeve të frangëve, saksonëve, bavarianëve dhe alemanëve. Mirëpo fundi i sundimit të frangëve, depërtimet e hunëve dhe normanëve nuk i lanë kohë që përforcohej kjo gjuhë. Momentet tjera mund të nxirren nga historia e Gjermanisë, ku dallohen qendrat e forta sunduese të saksonëve, më pak të alemanëve. Vetëm një numër i vogël i veçorive kishte arritur të mbërrinte në tërë hapësirën gjermane. Kështu gjermanishtja e ultë filloj të pakësojë këmbimin.

[redakto] Gjuha gjermane në Shqipëri

Gjermanishtja, gjuha e mendimtarëve dhe poetëve të mëdhenj, ka pasur dhe ka ne shqipëri gjithmonë një vend të veçantë midis simotrave të veta europiane. Me një fond leksikor prej rreth 450 000 fjalësh, ajo pasqyron si rallë ndonjë gjuhë tjetër edhe zhvillimin e filozofisë dhe të shkencës e të teknikës nga populli gjerman. Sipas leksikografit të njohur Luc Makensen në dhjetë fjalë gjermane një vjen nga lëmi i teknikës.

Interesi për gjuhën gjermane në shqipëri ka qenë përherë i madh. E veçanta në këtë mes është se edhe bota gjermane u ka kushtuar vëmendje të posaçme shqiptarëve dhe gjuhës së tyre. Është gati rast i papërsëritshëm që me popullin shqiptar, historinë dhe gjuhën e tij, të jenë marrë figura kaq të shquara të botës shkencore gjermane, si filozofi G. Laibnic, historianët G. Nibur, T. Momsen, J. Falmeraier, G. Shtadmyler, F. Babinger, gjuhëtaret J. Adelung, A. Shlaiher, A. Pot, A. Shlegel, F. Bop, J. G. fon Hahn, M. Fasmer, G. Rolfs, arkelogu P. Franke etj. Gjermanët janë ndër të parët që e përkthyen veprën madhore të Barletit për Skënderbeun, qysh më 1510, prej nga ajo gjeti pastaj rrezatim në të gjitha gjuhët e Evropës pa përjashtim. Edhe shqiptarët kanë ushqyer lidhje të pandërprera me botën gjermane. Kështu kur historiani suedez johan Erih Tunman, profesor në universitetin e Hales në Gjermani, po botonte më 1774 veprën e vet të shquar për historinë dhe gjuhën e shqiptarëve, duke vënë një gur themeli për autoktoninë e tyre në trojet sotme, shqiptarët kishin lidhje të drejtpërdrejta me këtë studiues dhe i kishin dhuruar atij edhe fjalorin tregjuhësh greqisht-sllavisht-shqip të Teodor Kavaliotit nga Voskopoja, të cilin ai e përfshiu në veprën e vet. Në këtë hulli marrëdhëniesh të ngushta e të pandërprera nuk është e rastit që J. G. von Hahni pati si mësues të parë të tij të shqipes K. Kristoforidhin. Po kështu nuk është e rastit as pritja aq e ngrohtë që iu bë në jug të Shqiperisë studiusit të shquar gjermanishtfolës danez H. Pedersen në dhjetëvjetëshin e fundit të shek. XIX, leksikografes gjermane Ana Mari Goden, gjuhëtarëve të mirënjohur austriakë N. Jokl në vitet 30 dhe M. Lamberc gjatë Luftës së Parë dhe pas Luftës se Dytë Botërore.

Këto lidhje të ndërsjella kanë arritur deri në ditëte sotme, madje duke u intensifikuar në të gjitha drejtimet dhe duke e mbajtur gjallë e madje duke e rritur përherë e më shumë interesin për gjuhen gjermane ndër ne. Për këtë interes flet në ditët tona edhe botimi njëri pas tjetrit i tre fjalorëve gjermanisht-shqip në dhjetëvjeçarin e fundit të shekullit të kaluar: Dhrimo-Bezhani me rreth 82 000 fjalë (1996), Fidler-Klosi me 45 000 fjalë (1997) dhe Simoni me 35 000 fjalë (1997). Ndërkaq duhet thënë së këto botime u bënë që të tria në Gjermani dhe shqiptarët që kishin e kanë aq nevojë për to, mund t'i sigurojnë ne vështirësi shumë të mëdha në radhë të parë për shkak të çmimit të tyre të lartë.

 

 

 

 

 

 

 

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